(KI-generiert)

Gastbeitrag von André Schürholz

Wer ein Haustier hat, weiß: Hund, Katze oder Kaninchen sind längst mehr als nur Tiere – sie sind Familienmitglieder. Umso größer ist die Sorge, wenn plötzlich eine Krankheit oder ein Unfall eintritt. Neben der emotionalen Belastung kommt heute jedoch immer häufiger ein zweiter Schock hinzu: die Rechnung vom Tierarzt oder aus der Tierklinik.

Die Kosten in der Tiermedizin sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Moderne Diagnostik, spezialisierte Operationstechniken und hochwertige Medikamente bieten zwar deutlich bessere Behandlungsmöglichkeiten als früher, verursachen aber auch hohe Kosten. Hinzu kommt die angepasste Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), also das gesetzliche Abrechnungssystem für tierärztliche Leistungen. Dadurch können viele Behandlungen heute deutlich höher berechnet werden als noch vor einigen Jahren.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein junger Labrador springt beim Spielen unglücklich und erleidet einen Kreuzbandriss im Kniegelenk – eine bei Hunden relativ häufige Verletzung. Die Diagnose erfolgt über Untersuchung, Röntgen und manchmal zusätzliche Bildgebung. Anschließend wird das Kreuzband operativ stabilisiert. Allein der Eingriff kann schnell zwischen 2.000 und 3.500 Euro kosten. Dazu kommen Voruntersuchungen, Narkose, Medikamente, Nachkontrollen und Physiotherapie. Insgesamt kann eine solche Behandlung leicht 4.000 bis 5.000 Euro erreichen.

Doch nicht nur Hunde und Katzen verursachen im Krankheitsfall hohe Behandlungskosten. Auch Pferdebesitzer stehen oft vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Bereits eine Kolik, eine Sehnenverletzung oder eine Lahmheit kann umfangreiche Diagnostik und eine intensive tierärztliche Behandlung erforderlich machen. Muss ein Pferd operiert werden – beispielsweise aufgrund einer Kolik oder eines Gelenkschadens – entstehen schnell Kosten im fünfstelligen Bereich. Allein eine Kolikoperation kann inklusive Klinikaufenthalt und Nachsorge 8.000 bis 15.000 Euro oder mehr kosten.

Genau hier können Tier-OP-Versicherungen eine wichtige Rolle spielen. Sie übernehmen – je nach Tarif – die Kosten für medizinisch notwendige Operationen sowie häufig auch die dazugehörigen Untersuchungen, die Narkose und die Nachbehandlung. Dies gilt nicht nur für Hunde und Katzen, sondern inzwischen auch für viele Pferde. Gerade bei Unfällen oder akuten Erkrankungen können so erhebliche finanzielle Belastungen abgefedert werden.

Noch umfassender ist eine Tierkrankenversicherung. Sie funktioniert ähnlich wie eine private Krankenversicherung für Menschen und deckt neben Operationen auch viele allgemeine Behandlungen ab. Dazu gehören beispielsweise Diagnostik, Medikamente, ambulante Therapien oder Behandlungen bei chronischen Erkrankungen. Auch für Pferde bieten einige Versicherer inzwischen leistungsstarke Krankenversicherungen an, die je nach Tarif unter anderem Untersuchungen, bildgebende Diagnostik, Medikamente und stationäre Behandlungen einschließen können.

Ein wichtiger Punkt ist der Zeitpunkt des Abschlusses. Versicherungen leisten in der Regel nicht für bereits bekannte Erkrankungen. Außerdem gibt es meist Wartezeiten – also eine bestimmte Zeit nach Vertragsbeginn, in der noch kein voller Versicherungsschutz besteht. Je jünger und gesünder das Tier beim Abschluss ist, desto besser sind meist die Konditionen. Das gilt gleichermaßen für Hunde, Katzen und Pferde.

In unserer täglichen Beratung erleben wir häufig, dass Tierhalter erst nach einer teuren Behandlung über eine Absicherung nachdenken. Dann lässt sich das bereits eingetretene Problem jedoch nicht mehr versichern. Wer frühzeitig vorsorgt, kann im Ernstfall medizinische Entscheidungen vor allem im Interesse des Tieres treffen – und nicht danach, was finanziell gerade noch möglich ist.

Fazit:

Tiermedizin wird immer moderner und leistungsfähiger – gleichzeitig steigen die Kosten spürbar. Eine Tierkranken- oder Tier-OP-Versicherung kann daher helfen, finanzielle Risiken abzufedern und dem eigenen Tier im Ernstfall die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen. Das gilt nicht nur für Hunde und Katzen, sondern ebenso für Pferde, bei denen selbst einzelne Behandlungen oder Operationen schnell mehrere tausend Euro kosten können. Wer ein Haustier oder Pferd besitzt oder die Anschaffung plant, sollte sich frühzeitig mit diesem Thema beschäftigen und prüfen, welche Absicherung sinnvoll ist. So bleibt im Ernstfall die Gesundheit des Tieres im Mittelpunkt – und nicht die Frage, ob die notwendige Behandlung finanzierbar ist.

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Michael Heinrich
Michael Heinrich kombiniert eine fundierte akademische Ausbildung mit über 30 Jahren Erfahrung in der Versicherungsbranche. Nach seinem Studium der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg begann er seine Karriere bei der Gerling-Versicherung, wo er sich auf die Betreuung von Firmenkunden spezialisierte. Seit 2008 ist er bei der AssCurat Versicherungsmakler AG tätig. Hier berät er Unternehmen, insbesondere kleine und mittelständische Betriebe (KMU), in Versicherungsfragen. Seit 2012 leitet er das Unternehmen als Geschäftsführer, ab 2016 als Vorstandsvorsitzender. Mit seiner umfassenden Expertise und strategischen Denkweise setzt er auf maßgeschneiderte Lösungen für seine Kunden.