(KI-generiert)

Warum erst das richtige Konzept über den wirtschaftlichen Erfolg entscheidet

Aufgrund der hohen Anzahl von Minusstunden am Spotmarkt gelten Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher heute als das Zukunftsmodell der Energiewende. Doch wer glaubt, dass jede Kombination aus Solaranlage und Speicher automatisch wirtschaftlich ist, irrt.

Tatsächlich können sich zwei Projekte, die auf den ersten Blick nahezu identisch aussehen, wirtschaftlich erheblich unterscheiden. Der Grund dafür liegt nicht allein in der Größe der Photovoltaikanlage oder des Batteriespeichers. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel aller Komponenten – von der Dimensionierung über die Vermarktung bis hin zur späteren Nutzung des erzeugten Stroms.

Eine im Juni 2026 veröffentlichte Studie von suena energy mit dem Titel „Das Potenzial von Grünstromspeichern in Kombination mit PV-Anlagen datenbasiert betrachtet“ bestätigt genau diesen Zusammenhang. In der Studie wurden insgesamt 72 unterschiedliche Anlagenkonfigurationen untersucht. Das wichtigste Ergebnis lautet: Nicht die größte Anlage beziehungsweise nicht der größte Speicher erzielt automatisch den höchsten wirtschaftlichen Nutzen, sondern das durchdachte Gesamtkonzept.

Mehr Strom bedeutet nicht automatisch mehr Ertrag

Viele Anleger gehen zunächst davon aus, dass eine größere Photovoltaikanlage oder ein größerer Batteriespeicher zwangsläufig höhere Gewinne erwirtschaften muss. Diese Annahme erscheint auf den ersten Blick logisch, greift jedoch zu kurz.

Ein Batteriespeicher produziert selbst keinen Strom. Seine eigentliche Aufgabe besteht darin, den erzeugten Solarstrom zum wirtschaftlich sinnvollsten Zeitpunkt bereitzustellen.

Gerade zur Mittagszeit, wenn viele Photovoltaikanlagen gleichzeitig Strom erzeugen, sinken die Börsenstrompreise häufig deutlich. Teilweise entstehen sogar sogenannte Negativpreise. Ein Batteriespeicher kann diesen Strom zwischenspeichern und erst in den Abendstunden oder am nächsten Morgen vermarkten, wenn die Nachfrage und damit häufig auch die Strompreise höher sind.

Man könnte sagen: Der Speicher entscheidet nicht darüber, wie viel Strom verkauft wird, sondern wann.

Die richtige Größe entscheidet

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Ein möglichst großer Batteriespeicher ist keineswegs automatisch die wirtschaftlichste Lösung.

Zwar steigen mit zunehmender Speichergröße häufig die absoluten Erlöse. Gleichzeitig sinkt jedoch oftmals der Ertrag bezogen auf die installierte Speicherleistung. Mit anderen Worten: Jeder zusätzlich investierte Euro erwirtschaftet irgendwann einen geringeren Mehrwert.

Die Unterschiede können dabei erheblich sein. Je nach Anlagenkonfiguration liegt der in der Studie berechnete spezifische Mehrwert des Batteriespeichers zwischen rund 79.000 und 169.000 Euro pro MW Speicherleistung. Die höchsten spezifischen Erlöse erzielten kleinere 4-Stunden-Speicher in Kombination mit einer hohen PV-Überbauung. Deutlich geringer fiel der Mehrwert dagegen bei größeren Speichern aus, wenn diesen vergleichsweise wenig PV-Leistung gegenüberstand. Damit erreicht die wirtschaftlich beste Auslegung einen mehr als doppelt so hohen spezifischen Mehrwert wie die schwächste untersuchte Konfiguration.

Das Gesamtsystem macht den Unterschied

Moderne Energieprojekte bestehen längst nicht mehr nur aus Solarmodulen. Vielmehr greifen heute mehrere Bausteine ineinander:

  • die Größe der Photovoltaikanlage,
  • die Leistung und Kapazität des Batteriespeichers,
  • die Ausrichtung der Module,
  • der Netzanschlusspunkt,
  • sowie die spätere Vermarktung des erzeugten Stroms.

Erst wenn diese Faktoren optimal aufeinander abgestimmt werden, entsteht ein wirtschaftlich überzeugendes Gesamtkonzept.

Auch die Vermarktung gewinnt an Bedeutung

Neben der technischen Auslegung wird künftig auch die Vermarktung des Stroms immer wichtiger.

Während früher überwiegend die gesetzliche EEG-Vergütung im Mittelpunkt stand, eröffnen Batteriespeicher heute zusätzliche Möglichkeiten. Strom kann gezielt in Zeiten höherer Preise verkauft oder über langfristige Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements – PPA) vermarktet werden. Gleichzeitig schaffen neue regulatorische Rahmenbedingungen zusätzliche Flexibilität.

Der wirtschaftliche Erfolg hängt damit immer weniger von einzelnen Komponenten und immer stärker von einer intelligenten Gesamtstrategie ab.

Rendite entsteht durch Planung

Die Autoren der Studie weisen ausdrücklich darauf hin, dass hohe Erlöse allein noch keine gute Investition ausmachen.

Für eine fundierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung müssen deshalb auch Investitionskosten, Finanzierung, Betriebskosten, die Lebensdauer und Degradation der Batterien sowie die gesamte Projektstruktur berücksichtigt werden. Ebenso können die Vermarktungsstrategie und zukünftige regulatorische Änderungen die Wirtschaftlichkeit eines Projekts maßgeblich beeinflussen.

Genau dieser ganzheitliche Blick entscheidet letztlich darüber, ob ein Projekt dauerhaft attraktive Renditen erzielen kann.

Fazit

Photovoltaik mit Batteriespeicher ist zweifellos eine der spannendsten Entwicklungen der Energiewende. Gleichzeitig zeigt sich immer deutlicher, dass nicht jede Kombination automatisch wirtschaftlich ist.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr: „PV mit oder ohne Speicher?“, sondern vielmehr:

„Welches Gesamtkonzept schafft langfristig den größten wirtschaftlichen Nutzen?“

In der Praxis werden Photovoltaikprojekte häufig noch immer vor allem über den Investitionspreis, den Preis pro kWp oder die Größe des Batteriespeichers bewertet. Das greift jedoch zu kurz. Entscheidend ist, ob Photovoltaikanlage, Batteriespeicher und Vermarktung als Gesamtsystem geplant wurden. Genau das zeigt die aktuelle Studie von suena energy.

Quelle: suena energy (Juni 2026): Das Potenzial von Grünstromspeichern in Kombination mit PV-Anlagen datenbasiert betrachtet – 72 Auslegungen im Vergleich.

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Volker Emmert
Volker Emmert verbindet langjährige Erfahrung in verantwortungsvollen Positionen des öffentlichen Dienstes mit seiner heutigen Spezialisierung im Bereich der Beratung und Vermittlung von innovativen PV- und Speicher-Investments. Nach seinem Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt (FH) im gehobenen Polizeivollzugsdienst war er in leitenden und strategischen Funktionen unter anderem im Innenministerium Baden-Württemberg und beim Polizeipräsidium Mannheim tätig, wo er Projekte von hoher gesellschaftlicher und sicherheitsrelevanter Bedeutung betreute. Mitte 2022 gründete er die VE Consulting & Projektentwicklung mit dem Ziel, innovative und nachhaltige Lösungen im Bereich erneuerbarer Energien zu fördern. Dabei setzt er auf höchste Qualitätsstandards, langfristige Zuverlässigkeit und vertrauensvolle Partnerschaften. Seine Fähigkeit, komplexe Projekte strukturiert und lösungsorientiert zu steuern, ist heute die Basis für maßgeschneiderte Investmentkonzepte im Photovoltaik- und Speicherbereich.